RGB: Das vermutlich bekannteste System basiert auf dem RGB-Farbraum. Das macht auch von der physiologischen Seite unseres Auges Sinn, denn wir nehmen Farben durch drei verschiedene Zapfen-Typen im Auge wahr: S-Zapfen (S = Short) sind empfindlich für kürzere Wellenlängen zwischen 400-500 Nanometern, also ganz grob im blauen Bereich. M-Zapfen (M = Medium) decken den mittleren Wellenlängen-Bereich ab, also zwischen 450-630 Nanometern mit Absorptionsmaximum im grünen Bereich. Und L-Zapfen (L = Long) schließlich erlauben uns das Wahrnehmen von Licht im Wellenlängenbereich zwischen 500-700 Nanometern, womit der rote Bereich abgedeckt wird. Wir sehen also in RGB, indem die jeweiligen Wellenlängen-Anteile additiv vom Gehirn vermischt werden zu der Farbe, die wir letztlich „sehen“.
Der davon abgeleitete RGB-Farbraum funktioniert im Grunde genauso. Solange eine Maximale Farbintensität für R, G und B definiert ist, kann danach fast jede Farbe definiert werden (zwischen 0-1, 0-100% oder 0-255). Denken Sie nur an technische Angaben bei Monitoren, wo es ein Qualitätsmerkmal vor allem im professionellen Bereich ist, wie viel und wie akkurat das Panel den sRGB-Farbraum abdeckt. So bildet der RGB-Farbraum auch die Basis für viele Bild-Formate, wie 8bit-TIFF etc.
HEX: Die Abkürzung steht für die „hexadezimale Farbdefinition“ und ist eine von RGB abgeleitete, weiterentwickelte Methode der Farbdarstellung. Ein HEX-Code basiert dabei auf der Kombination von sechs alphanumerischen Zeichen. Jedes Zeichen kann einen Wert zwischen 0 und F repräsentieren, wobei 0 für keine Intensität und F für maximale Intensität steht. Die ersten beiden Zeichen geben den Rotanteil an, die nächsten beiden den Grünanteil und die letzten beiden den Blauanteil der Farbe, also #RRGGBB. Zum Beispiel repräsentiert die hexadezimale Notation #FF0000 die Farbe Rot, da der Rotanteil maximal ist und die Grün- und Blauanteile null sind. HEX-Codes sind vor allem im Web- und Grafikdesign verbreitet, vor allem auch, weil sie leichter zu kopieren sind, als z.B. ein RGB-Farbcode.
RAL: Das RAL-System unterscheidet sich dagegen grundlegen von RGB und HEX und ist vor allem in der klassischen Industrie verbreitet. Vermutlich auch, weil es so einfach ist: Jeder RAL-Farbcode besteht aus einer vierstelligen Nummer, die eine spezifische Farbe darstellt. Das System umfasst dabei etwas über 2.300 Farben, von denen jede eine eindeutig zugeordnete Nummer hat und in einem Farbatlas festgehalten sind. Weil diese Definitionen auf physikalischen Messungen basieren, sind die Farben immer konsistent und exakt, unabhängig von Hersteller und Standort.