Meiner Meinung nach gibt es nur 2 Gründe für eine Präsentation: Du musst informieren oder Du willst überzeugen.
Kürzlich habe ich an einer Clubhouse Gesprächsrunde über Onlinepräsentationen teilgenommen. Bei der Gelegenheit ist mir mal wieder klar geworden, wie sich für viele Menschen ihr gesamtes Arbeiten seit 2020 verändert hat. Veränderungen sehen aber am Anfang immer etwas komisch aus, bisschen wie bei heranwachsenden Kindern, wenn die zweiten Zähne aus den Mini Gesichtern viel zu groß hervorscheinen. Durch die Veränderung, so viele wie möglich kontaktlos zu machen, haben wir auch unsere alte Meeting Kultur mit in die neue Umgebung geschleppt.
Dass in den meisten Unternehmen chronisch übergemeetet wird, das hören wir immer wieder. Innovative Unternehmen bringen hier und da schon mal Statements darüber, dass Meetings reduziert sein sollten, offene Büroflächen für bessere Zusammenarbeit sorgen sollten und dass PowerPoint der Teufel persönlich ist. Das hört sich jetzt alles schon ein wenig anders an.
Wir wollten also in einer Talkrunde Tipps zu Onlinepräsentationen geben und schon merkt man, dass für jeden Teilnehmer das Thema Präsentation eine andere Bedeutung hat und der Schwerpunkt ganz woanders liegt.
Für Coaches liegt der Schwerpunkt in der Verbindung zu den Teilnehmern, der Interaktion, der Unterstützung ihres virtuellen Gegenübers bei Unsicherheiten und Fragen.
Für Redner liegt der Schwerpunkt im Transport ihrer Message, dass sie weiterhin die charismatische Ausstrahlung und motivierende Wirkung kreieren können, die sie auf der Bühne haben.
Für mich liegt der Schwerpunkt in der Visualisierung, dass Dinge pragmatisch, anschaulich erklärt werden, dass Zahlen und die Begründungen dafür eindeutig und direkt verständlich ankommen. Mein Fokus liegt also auf der visuellen Informationsübertragung. Wenn es um Präsentationen geht, müssen wir das eigentlich klar trennen. Präsentation ist nicht gleich Präsentation und PowerPoint ist nicht gleich PowerPoint. In unserer Agentur z.B. geht es im Geschäft zu 70% um Informationspräsentationen und nur 30% um Überzeugungs- und Motivationspräsentationen.